Im Englischen

Hier finden Sie Abstracts zu den über das Online-Handbuch publizierten Artikeln zu induktiv aus den Sprachkulturen erschlossenen Konzepten. Hierunter fallen grundlegende sprachkritische Themen wie etwa “Sprachnormierung und Sprachkritik”, “Standardisierung und Sprachkritik” oder etwa “Sprachpurismus und Sprachkritik”. Über den Reiter “Sprachkritik – Europäisch” gelangen Sie zu den Vergleichsartikeln, die diese Themen in sprach- und kulturvergleichender Perspektive (im Deutschen, im Englischen, im Französischen, im Italienischen und im Kroatischen) reflektiert.


Neuer Artikel:

Sprachpurismus und Sprachkritik im Englischen

Abstract. Sprachpurismus bezeichnet eine Aktivität, die zum Ziel hat, eine Sprache von unerwünschten Einflüssen zu reinigen. Was dabei als ‘unerwünscht’ betrachtet wird, richtet sich nach bestimmten gesellschaftlichen Idealvorstellungen, die in der Regel jedoch nur von einem Teil der Gesellschaft geteilt werden. Diese Idealvorstellungen können sich an einer nostalgisch verklärten Vergangenheit orientieren, an bestimmten ethnographischen Varietäten oder an dem Sprachgebrauch einer gesellschaftlichen Elite. Der Artikel gibt einen Überblick über verschiedene sprachpuristische Tendenzen, die im Britischen Englischen im Verlauf seiner Geschichte eine Rolle gespielt haben. Dabei ist bemerkenswert, dass sprachpuristische Bestrebungen trotz oder gerade wegen der vielfältigen Sprachkontaktsituationen, denen das Englische im Verlauf seiner Geschichte ausgesetzt war, einen eher geringen langfristigen Einfluss auf die englische Sprache genommen haben.

Den vollständigen, zitierfähigen Artikel hier kostenlos lesen oder herunterladen.

Zum Artikel “Sprachpurismus und Sprachkritik in europäischer Perspektive”


Standardisierung und Sprachkritik im Englischen

Abstract. In den gesellschaftlichen Aushandlungsprozessen dazu, was als Sprachnorm gilt oder gelten soll, spielt die Sprachkritik – mit ihrer Bewertung von sowohl Sprache als auch deren Sprechern – eine zentrale Rolle. Dieser Artikel gibt einen Überblick darüber, wie sich die Einstellungen zum geschriebenen und gesprochenen Standard British English in verschiedenen sozio-historischen Kontexten verändert haben. Im Englischen lässt sich historisch eine Tendenz beobachten, die im 18. Jahrhundert mit der Orientierung an der Sprache der gebildeten britischen (Londoner) Oberschicht beginnt und sich im Laufe des 20. Jahrhunderts langsam hin zu einer Akzeptanz und Wertschätzung von lokalen Dialekten und anderen Standardvarietäten als dem Britischen Englisch entwickelt. Für eine lange Zeit jedoch wurde die Fähigkeit, sich in ‘korrekter’, d. h. standardkonformer Sprache auszudrücken, mit guter Erziehung, standesgemäßem sozialen Verhalten und Bildung assoziiert. Diese Sichtweise ist auch heute noch vielfach unterschwellig vorhanden, im Britischen Englischen ebenso wie in anderen nationalen Varietäten des Englischen, wie beispielsweise dem Amerikanischen Englisch. Standardisierung und Sprachnormen spielen zudem in den öffentlichen Debatten um politisch korrekten Sprachgebrauch eine Rolle, sowie in den akademischen Diskussionen über den Einfluss des allgemeinen Sprachgebrauchs auf unsere gesellschaftlichen Einstellungen gegenüber bestimmten sozialen Gruppen.

Den vollständigen, zitierfähigen Artikel hier kostenlos lesen oder herunterladen.

Zum Artikel “Standardisierung und Sprachkritik in europäischer Perspektive”


Sprachnormierung und Sprachkritik im Englischen

Abstract. Der Artikel skizziert auszugsweise, wie sich die komplexe öffentliche Auseinandersetzung mit sprachlichen Normen im Englischen seit dem späten 16. Jahrhundert bis heute entwickelt hat. Diese Auseinandersetzung ist eng mit den Standardisierungs- und Kodifierungsprozessen des Englischen verknüpft und spiegelt die sich verändernden gesellschaftlichen Werte, welche sich im 18. und frühen 19. Jahrhundert im Verlauf der Industrialisierung und Urbanisierung sowie der Entstehung des Britischen Empire auf der einen und dem Erstarken der Vereinigten Staaten von Amerika auf der anderen Seite ausbildeten. Die verstärkt normativ-präskriptive Debatte des frühen 19. Jahrhunderts entwickelt sich im späten 19. sowie im Verlauf des 20. Jahrhunderts zu einer deskriptiven und auf Varietätenvielfalt ausgerichteten sprachwissenschaftlichen Sicht, die seit Mitte des 20. Jahrhunderts durch die Erkenntnisse der Sprachanthropologie und Soziolinguistik weiter angeregt wird. Dem steht in der Öffentlichkeit teilweise noch eine präskriptivere Sicht gegenüber, die sich in der Frage nach dem politisch korrekten Sprachgebrauch oder der Erhaltung eines präskriptiven Standards in der Schulerziehung ebenso findet wie in den Diskussionen um den angeblichen Niedergang des Englischen durch seine Rolle als internationale Verkehrssprache.

Den vollständigen, zitierfähigen Artikel hier kostenlos lesen oder herunterladen.

Zum Artikel “Sprachnormierung und Sprachkritik in europäischer Perspektive”